Kentern und volllaufen lassen!

Sicherheits- und Kentertraining von DLRG und Segelverein Herdecke soll fest etabliert werden

Eine Kenterung bedeutet für einen Segler immer eine unsichere Situation. Passiert es bei einer Regatta, kostet es eine gute Platzierung. Passiert es bei einer Wanderfahrt, ist es schwierig für wenig trainierte Segler. Es kann für Ungeübte riskant werden, wenn keine Hilfe verfügbar ist.

IMG_3444Deshalb werden Kenterungen im Allgemeinen vermieden, und mancher Segler hat bislang keine eigene Erfahrung damit gesammelt. Sie wissen nicht genau, wie ihr Boot reagiert und wie sie es gut wieder aufrichten können. Diese Situation wurde am vergangenen Samstag auf dem Harkortsee bei mäßigen Winden und Sonnenschein trainiert und geübt, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.

Um auch die Zusammenarbeit von Rettern der IMG_3527DLRG und Seglern einzuüben und die jew. Sichtweise kennen zu lernen, wurde das Team der die DLRG in Herdecke gebeten, ein Sicherheits- und Klettertraining gemeinsam mit dem SHR aufzusetzen und durchzuführen.

IMG_3602Vom Segelverein Herdecke waren sieben Teams mit ihren Booten auf dem Wasser. Erklärtes Ziel: Kentern und voll Wasser laufen lassen! Doch so einfach ist es gar nicht. Schließlich gilt es das zu tun, was der Segler sonst strikt vermeidet. Und beruhigend stellte man fest, die boote verfügen über eine hohe Eigenstabilität, so dass man ordentlich Gewicht af die Kante bringen muß, um das Boot zu kippen.

Die Jüngsten brachen das Eis, kippten ihre Optimisten um. Und richteten sie eigenständig wieder auf. Alles unter der Aufsicht von Jugendtrainer Christoph Kessler und Raimund Hess vom SHR und dem DLRG-Team von Matthias Kube. Nicht viel Arbeit für das Rettungsteam. Auch bei den Lasern (Einmannboote) war das Aufrichten so schnell erledigt, dass die Segler nicht einmal feuchte Füße bekamen.

IMG_3729Anders war es bei den größeren Jollen „Conger“ und „VB“. Hier lief schnell eine Menge Wasser in die Boote, so dass die DLRG-Mannen ordentlich pumpen mussten, um die Boote wieder in eine stabile Schwimmlage zu bringen.  Je Boot lief die benzingetriebene Motorpumpe ca. 5 Minuten, bis alles gelenzt war. Ca. 400 Liter waren im Nu eingedrungen, schätzte Sebastian Muhs von der Herdecker Rettungswache.

IMG_3808„Wenn alles so gut aund sicher abläuft, macht eine Kenterung richtig Spaß“ resümierte Segler Hans Adam. Dennoch war es eine wichtige und sehr lehrreiche Übung für die Segler und Ihre Retter. „Das werden wir ab jetzt jährlich einmal durchführen“, beschlossen Mitorganisator Christian Vollmann und Matthias Kube.

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